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Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land
„Einzigartige hervorragende Produkte im hochwertigen Ambiente herstellen!“
Draußen schönster Sonnenschein, drinnen wurden ernste Themen besprochen. Die Bäckerinnung gönnte sich zu ihrer Jahreshauptversammlung ein akademisches Viertelstündchen, bevor Obermeister Norbert Magin in der Bildungsakademie Mannheim mit einem Paukenschlag die Sitzung eröffnete. Es sei „schon erschreckend“, wie wenig Kollegen es nutzten, die Versammlung zu besuchen. „Ist es so, dass es allen zu gut geht? Oder das Gegenteil?“, so die nachdenkliche Frage Magins.
Hinsichtlich der Mitgliederzahlen ist die Bäckerinnung Mannheim nicht auf Rosen gebettet. Anfang des Jahres wurden 42 Mitglieder gezählt, dazu 27 Gastmitglieder, Betriebsinhaber sind ausgeschieden. Damit konnte der Abwärtstrend der Vergangenheit nicht gestoppt werden, erläuterte Geschäftsführerin Vera Wolf dem Plenum: „Und einige werden uns wohl noch dieses Jahr verlassen.“
Ein Einbruch hinsichtlich der Zahl der Auszubildenden vermeldete in ihrem Grußwort auch Elsbeth Ruiner, Direktorin der Justus-von-Liebig-Schule. Zu Jahresanfang wurden nur 18 Auszubildende gezählt, weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2009.
Ganz anders bei den Finanzen der Bäcker. Hier ist es gelungen, das Vermögen der Innung zu steigern. Das hat auch die Wirtschaftsprüfung für die Jahre 2007 bis 2009 ergeben. „Keine Beanstandungen, die Bäckerinnung Mannheim „steht finanziell gut da und kann gelassen in die Zukunft schauen“. Das gute Ergebnis beruht zum großen Teil auf den Einnahmen aus der innungseigenen Immobilie in der Mannheimer Innenstadt. Jedoch werden im laufenden Jahr wieder die Innungsbeiträge erhoben, die 2009 erlassen worden waren.
2009 war für die Bäckerinnung das Jahr des Metropolitaners, des leckeren Feingebäcks, das dank der Bäckerinnung die Metropolregion nun auch kulinarisch würdig vertritt und von insgesamt 60 Betrieben hergestellt und vertrieben wird. Weitere öffentlichkeitswirksame Auftritte waren die Beteiligung am Hockenheimer Ausbildungstag, der Mannheimer Maimarkt und die Freisprechungsfeier in Seckenheim. Gut besucht war die Veranstaltung beim Kika-Tag auf dem Bahnhof, auch beim Blumenpeterfest zeigte die Innung Präsenz. Hinter den Kulissen wurden 10 Vorstands- bzw. Maimarktssitzungen und viele Treffen bezüglich der Entwicklung des Metropolianers absolviert, „Wir waren wirklich das ganze Jahr über gefordert“, so Obermeister Magin. Für 2010 steht als erster großer Auftritt der Maimarkt an, auf dem sich die Mannheimer Innung präsentieren wird.
Aktuelle Branchentrends konstatierte Stefan Nickum, seines Zeichens Betriebsberater der BIV Baden. Sein Urteil und seine Empfehlung an die Bäcker: „Einzigartige hervorragende Produkte in einem hochwertigen Ambiente herstellen!“ Auf großes Interesse stießen die Ausführungen zum Arbeitsrecht und zur Personalführung von Ute Sagebiel-Hannich (BIV Baden). „Nicht verzweifeln, nicht verzagen. Erst mal beim Verband nachfragen“, so ihr abschließender Aufruf. Keine Jahreshauptversammlung ohne Ehrungen. Hier ist besonders die stellvertretende Obermeisterin Juliane Ockert zu erwähnen, die zur Ausbilderin des Jahres 2009 ernannt wurde.
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