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16./18.19. November 2009
Berufseinsteigerseminare |
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Berufseinsteigerseminar für Bäckereifachverkäuferinnen im 1. Lehrjahr
an der Justus-Liebig-Schule Mannheim
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ / Auszubildende sollen sich eigenständig und selbstverantwortlich entfalten können
(bg). „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, diesen abgedroschen Spruch müssen sich die angehenden Bäckereifachverkäuferinnen in Mannheim bestimmt oft anhören. Abgedroschen und angestaubt mag das geflügelte Wort schon sein, aber ein Körnchen oder gleich ein ganzer Kornsack Wahrheit oder Lebensrealität stecken doch dahinter. Die Ausbildung und damit der künftige Berufseinstieg sind der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt, der bewältigt werden will. Ein neues Umfeld, neue Freunde und Kollegen, neue Anforderung, ein penibler Chef – die Schulzeit ist vorbei, jetzt wird es ernst. Damit hier niemand auf unüberwindliche Hindernisse stößt, nehmen die Auszubildenden zur Bäckereifachverkäuferin bei der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land in ihrem ersten Lehrjahr an einem Tag am Berufseinsteigerseminar teil, eine Gemeinschaftsaktion der Bäckerinnung, der Innungskrankenkassen und des „Förderbandes“. Das Förderband Mannheim ist eine Einrichtung der Jugendhilfe im Bund der Deutschen Katholischen Jugend.
„Das Ziel des Förderbandes ist es“, so der Sozialpädagoge Bernhard Reinbold, „junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung, während einer betrieblichen Ausbildung und beim Übergang in das Berufsleben qualifiziert zu unterstützen.“ Gemeinsam mit seiner Kollegin Jutta Sommer war er für drei Tage an der Liebig-Schule zu Gast, um an drei Tagen die drei Klassen der Fachverkäuferinnen im Nahrungshandwerk – Bäckerei über ihre ersten Erfahrung zu befragen, Übungen durchzuführen und Informationen zu geben. „Hier gibt es kein Auskotzen, wir wollen den Beruf von allen Seiten beleuchten und mit die Jugendlichen bei etwaigen Problemen eine individuelle Lösung erarbeiten“, erklärte Bernhard Reinbold.
„Endlich habe ich eigenes Geld“, so Jasmin auf die Frage nach ihren ersten Berufserfahrungen. Diese Antwort gaben die meisten ihrer Klassenkameradinnen. Eigenes Geld, Verantwortung übernehmen, sicherer im Umgang mit den Kunden werden, flexibel reagieren - die Schülerinnen stellten sich vor der Klasse selbst vor und hefteten danach ihre vorbereiteten Zettel auf die Frage „Was habe ich dazugelernt?“ an eine Pinwand. Nach der Abfrage der positiven Erfahrungen folgte eine Kartenabfrage über die Probleme. Es folgten praktische Übungen mit dem Ziel, eine professionelle Arbeitshaltung zu erarbeiten, dabei würden typische alltägliche Situationen im Betrieb nachgestellt. In der Mittagspause gab es natürlich gesunde Pausensnacks, gestiftet von der Bäckerinnung. Nach weiteren praktischen Übungen zur Verbesserung der Teamfähigkeit stellten Vertreter der Bäckerinnung und der IKK den Fragen der Klasse. „Wir machen das Berufseinsteigerseminar nicht zu unserem Selbstzweck“, so Bernhard Reinbold abschließend. Am Ende des Seminartages müssen die Jugendlichen einen Fragebogen ausfüllen. „Unsere Arbeit wurde bisher meist positiv gewertet, was uns zeigt, dass hier ein Bedarf nach offener Aussprache und Information besteht.“ |
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